Was ist der Mensch?

Wir werden geboren und wachsen auf. Kleine Menschen sind lange, lange Zeit auf grosse Menschen angewiesen. Wir wachsen auf, wir entdecken unsere Umwelt, Eigenschaften sind uns mitgegeben und werden geprägt. Ein Drittel seien unsere Gene, ein Drittel die Menschen in der Nähe, ein Drittel die weitere Umgebung, das Land, die Kultur, die Werte.

Normal ist, was um uns passiert. Wir wachsen damit auf, es prägt, es gibt die Wurzeln, wir freuen uns daran. Besonders, wenn es nicht weh tut… Kinder und Erwachsene lieben Feste für die Sinne, Traditionen, Bräuche, gutes Essen und zusammen sein. Feste und Bräuche geben dem Leben eine Struktur. Sie begleiten die Jahreszeiten und Lebensphasen.

Wieso etwas ist, wie es ist, erklären wir einander in Geschichten. Menschen lieben Geschichten. Geschichten erklären, wer wir sind und woher wir kommen. Sie erklären, weshalb wir in was gut sind. Oder sogar besser…

Und woanders? Ist das anders. Wer über Menschen lernt, lernt, dass alles gewachsen ist, im Fluss ist, sich verändert. Sprachen, Regionen, Kulturen sind nicht fest. Was wir am meisten lieben ist nicht fest: Unsere Identität.

Mich hat das heftig erschreckt. Später habe ich Shakespeares Zitat akzeptiert:

All the world’s a stage. And all the men and women merely players.

Niemand wusste das so gut wie Shakespeare; wir können uns verwandeln. Aber jeder Wandel ist verbunden mit Schmerz, Trauer, Wut oder Angst. Ohne geht es nicht.

Wie geht ein Wandel? Zuerst spüren wir, dass etwas nicht mehr in Ordnung ist. Dann spüren wir, was uns gut tun würde, dann wissen wir es, dann akzeptieren wir es auch emotional, wir erkennen unsere Ausreden, wir erinnern uns immer öfter daran, was wir tun möchten. Wir schreiben es auf. Wir hängen die Zettel auf, wir sehen die Zettel, wir erinnern uns zum richtigen Zeitpunkt, wir zwingen uns dazu, wir tun es bewusst, wir tun es regelmässig, wir tun es von selber, wir tun es, und denken dabei an etwas Anderes…

Das ist mühsam. Aber es lohnt sich.

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