Welche Elemente beinhaltet eine christliche Sterbebegleitung?

Einmal habe ich einen alten Mann auf seinem Sterbebett erlebt. Seine letzten Tage waren geprägt vom Dank, vom Verzeihen und von der Liebe. Ein paar Mal habe ich an einem Sterbebett einfach gesungen.

Ich erinnere mich auch, wie ich nach einer Operation in einer Reha-Klinik lag und zeitweise das Gefühl genoss, gar nichts zu müssen. – Für mich selbst würde ich hoffen, dass meine Schmerzen gelindert werden, dass ein geliebter Mensch da ist, der zeitweise meine Hand hält, dass Stille herrscht oder Musik ertönt. Wenn es zu Ende geht, singt mir vielleicht noch jemand eines meiner Lieblingslieder. – Am besten wäre es wahrscheinlich, zum »Andante« aus Mozarts »Klavierkonzert Nr. 21« zu sterben: Die wunderschöne Melodie ist für mich schon von »drüben«. Und wenn sie zu Ende ist, hat sie einen mitgenommen.

Alle Fragen und Antworten aus einem Interview mit mir im Buch:
Sandy Taikyu Kuhn Shimu: „Im Angesicht des Todes – und jetzt?“, S. 148-158.
© 2012 Schirner Verlag, Darmstadt
Erhältlich im Buchhandel und im Webshop des Verlags.

Verschlagwortet mit , , , , , .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.