Worin siehst du die Gründe dafür, dass so viele Menschen auf der Welt leiden (an Hungersnöte, Krieg, häuslicher Gewalt, Depressionen, Unzufriedenheit, Angst, Unsicherheit oder Zweifeln)?

Ich denke, dass sich Angst, Unsicherheit und Zweifel sehr ähnlich sind. Wenn der Mensch nicht lernt, Angst und Unsicherheit tatkräftig zu begegnen, erstarrt er in einer Depression. Oder er holt sich Sicherheit über seinen Status, über Macht und Einfluss, was dann letztlich zu Gewalt, Kriegen und Hungersnöten führt. Seit Jahrzehnten bräuchte niemand mehr zu hungern, wenn dies nicht so viele Menschen an den wichtigen Positionen akzeptieren würden. In meinem Leben haben mich Schmerz, Ärger und Probleme davor bewahrt, ein arroganter, weltfremder und selbstverliebter Zeitgenosse zu werden. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar.

 Alle Fragen und Antworten aus einem Interview mit mir im Buch:
Sandy Taikyu Kuhn Shimu: „Im Angesicht des Todes – und jetzt?“, S. 148-158.
© 2012 Schirner Verlag, Darmstadt
Erhältlich im Buchhandel und im Webshop des Verlags.

 

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